Fledermaus

Fledermäuse:

Derzeit werden 925 verschiedene Fledermausarten wissenschaftlich anerkannt.
Die weltweit kleinste Art (Chraseonycteris thonglongyai) mit einer Körperlänge von 29-33 mm (!) und einem Lebendgewicht von 2 Gramm steht der weltweit größten Art, dem fruchtfressendem Flughund Kalong (Pteropus vampyrus) mit einer Flügelspannweite von 1,70 m und einem Gewicht von 900 Gramm gegenüber.
In Europa stellen Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) mit einem Gewicht von 3 - 8 Gramm bei einer Flügelspannweite von 20 cm und der seltene Riesenabendsegler (Nyctalus lasiopterus) mit 41 - 76 Gramm bei einer Flügelspannweite von 41 - 46 cm die Extreme dar. Die in Österreich heimischen Fledermäuse zählen zu den Nützlingen, da sie AUSSCHLIESSLICH Insektenfresser sind und in einer Nacht bis zu einem Viertel ihres Körpergewichts an nächtlichen Fluginsekten, wie Gelsen, Motten und Faltern vertilgen.
Leider sind alle in Österreich heimischen Fledermäuse stark vom Aussterben bedroht und stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten.

Die Familie der Hufeisennase (Rhinolophidae) hängt im Winterschlaf mit dem Kopf nach unten frei von der Decke, eingehüllt in ihre Flughäute. Sie ist der häufigste Wintergast in der Lurgrotte, die eine der größten Winterquartiere für in Höhlen überwinternde Fledermäuse in der Steiermark darstellt. Die Art der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) hat 3,5 - 10 Gramm Lebendgewicht bei einer Flügelspannweite von 19 - 25 cm und wird bis zu 21 Jahre alt, wobei das Durchschnittsalter allerdings erschreckenderweise nur bei 2,5 - 3 Jahren liegt. Die Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum) ist 17 - 34 Gramm schwer, die Flügelspannweite beträgt 35 - 40 cm und kann über 30 Jahre (!) alt werden.

Fledermausbeobachtungen in der Lurgrotte Peggau

Im Rahmen der Fledermauskundlichen Exkursion in den Mittelsteirischen KarstDaten: Landesverein für Höhlenkunde in der Steiermark: Anton Mayer, Wolfgang Moche, Harald Polt

Lurgrotte Peggau (Kat.-Nr. 2836/1b), Peggau St 164:47°12´N, 15°20´E, 412m
Untersuchung des Führungsweges bis zum Prinzen, weiters ein kleiner Abschnitt Richtung Semriach

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Foto: Robert Bouchal

Namen der Fledermäuse:

Rhinolophus ferrumequinum: Große Hufeisennase
Rhinolophus hipposideros: Kleine Hufeisennase
Myotis myotis: Großes Mausohr
Myotis emarginatus: Wimperfledermaus
Myotis mystacinus: Kleine Bartfledermaus
Myotis daubentoni: Wasserfledermaus
Pipistrellus pipistrellus: Zwergfledermaus
Eptesicus serotinus: Breitflügelfledermaus
Barbastella barbastellus: Mopsfledermaus
Plecotus auritus: Braunes Langohr
Plecotus austriacus: Graues Langohr
Miniopterus schreibersi: Langflügelfledermaus